Bei der NEM 651 handelt es sich um eine 6-polige Schnittstelle, die insbesondere in den kleineren Loks (z.B. Spur N)
zu finden ist. Der Dekoder hat hier in der Regel keine Kabel und kann direkt in die 6-polige Buchse in der Lok
eingesteckt werden.
Da nur 6 Kontakte zur Verfügung stehen, sind neben 2x Schiene, 2x Motor lediglich 2x fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung
vorgesehen, d.h. für Zusatzfunktionen gibt es hier keine Kontakte. Auch fehlt ein gemeinsamer Rückleiter für
die angeschlossene Beleuchtung, was zu Problemen führen kann (Lichtflackern).
Hier ein Beispiel für einen Dekoder mit dieser Schnittstelle (Uhlenbrock):
Bei der NEM 652 handelt es sich um eine 8-polige Schnittstelle. In der Regel findet man
den Stecker des Dekoders an einem Kabelbaum wieder, sodass der Dekoder an beliebiger Stelle
in der Lok untergebracht werden kann.
Es stehen 8 Kontakte zur Verfügung: 2x Schiene, 2x Motor, 2x fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung,
1x Sonder-Funktion, 1x gemeinsamer Leiter für die Funktionen.
Hier ein Beispiel für die NEM652 Schnittstelle in einer Brawa Lok:
Märklin führte die 21polige MTC-Schnittstelle ein, um endlich genügend Anschluss-Kontakte zur Verfügung zu haben.
Bislang fehlten Möglichkeiten für Sound, weitere Funktionen und spezielle Motoren (Märklin Sinus).
Die Märklin-Schnittstelle ist zwar nicht von der NEM genormt, sie entwickelt sich aber
de Facto zu einem Standard. Neben ESU bieten inzwischen Uhlenbrock, Rautenhaus und Zimo Dekoder mit der
MTC-Schnittstelle an. Neue Loks von Märklin, Trix und Brawa verwenden entsprechend diese Schnittstelle
Hier ein Beispiel für einen Dekoder mit der MTC Schnittstelle (Trix):
Und dann gibt es noch die PluX-Schnittstelle. Ebenfalls 21polig ist hier jedoch nicht
der Stecker in der Lok, sondern am Dekoder. Es wurden hier einige Märklin-spezifische Kontakte durch
weitere Funktions-Ausgänge ersetzt. Diese Schnittstelle soll mal eine NEM-Normung werden. Da dies jedoch ein
bisschen dauern kann wird sich der Vorsprung der MTC-Schnittstelle bei der Verbreitung wohl eher noch vergrössern.
Lediglich Lenz hat bisher einen PluX-Dekoder angekündigt.