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WeichZwei-Dekoder: Funktions-Dekoder "Licht" (Firmware "fdek_neon")

Diese Seite beschreibt eine Firmware-Variante für den WeichZwei-Dekoder oder des WaLD-Dekoders. Um in den Genuss des hier beschriebenen Dekoders zu kommen, müssen Sie
1) Die hier (WeichZwei) oder hier (WaLD) beschriebene Hardware bauen
2) Die auf dieser Seite erhältliche Firmware in den PIC-Prozessor laden

Anschluss / Download / Variations-Möglichkeiten / Adressen lernen / Parameter

 
Mit dieser Firmware können die 4 Ausgänge des WeichZwei oder WaLD Dekoders mittels der F-Tasten geschaltet werden. Für die Praxis heißt dies, dass die Ausgänge mit dieser Firmware nicht über Weichenbefehle (also über das Keyboard), sondern über Lokbefehle (also über die Funktionstasten-Tasten F1 bis F12 des Fahrreglers) angesprochen werden. Technisch betrachtet ist damit der Dekoder von einem Zubehör-Dekoder zum Fahrzeugdekoder mutiert. (Erläuterungen siehe hier).
 
Bei dieser Software werden alle Ausgänge durch einen Funktionstasten-Befehl eingeschaltet, wobei die 4 Ausgänge dabei ein typisches Neon-Flackern erzeugen können. Alternativ können 2 der 4 Ausgänge eine fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung schalten.
 
Es gibt des Weiteren die Möglichkeit, über einen F-Befehl zwischen 2 Beleuchtungs-Stufen zu wählen. Die Beleuchtungs-Stufen sind mit dem HEX-Manipulator einstellbar. Mit dieser Version kann man folgendes anstellen: Mich erreichte die folgende Anmerkung zum Thema Neonröhren:
Die weißen Röhren sind keine Neonröhren sondern Leuchtstoffröhren. Neonröhren sind die zu Buchstaben oder Formen gebogenen bunten Röhren an Hauswänden zu Reklame Zwecken. Neonröhren werden mit ca. 20.000 Volt gezündet. Leuchtstoffröhren werden mit ca. 800 Volt gezündet.

Firmware-Verwandtschaft:

arrow Schaltdekoder von Typ "Neon" für Platine "LED-Dekoder"

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Anschluss

Hier gilt das, was ich schon hier geschrieben habe.
 
Die Anordnung der Ausgänge ist in diesem Fall (bedingt durch den Einsatz der Software auch auf der WaLD-Platine) wie folgt:
 
Anschluss Fdekoder Neon

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Download

Neon-Effekt - Motorola Firmware Download
Pixel
disk ProtokollMotorola
Name 12F629/675:12f629_fdek_neon_mm_063.hex
12F683: 12f683_fdek_neon_mm_063.hex
VersionV0.63 vom 31.03.2015
ProzessorPIC 12F629/675 oder 12F683 (SW-Varianten beachten!)
ID-Value7xxx
Shop Bestell-Nummerpic629-007-m
vordefinierte
Adressen
Lok 1 - F1 (Ausgang 1 ein / aus)
Lok 1 - F2 (Ausgang 2 ein / aus)
Lok 1 - F3 (Ausgang 3 ein / aus)
Lok 1 - F3 (Ausgang 4 ein / aus)
Lok 1 - F4 (Hell / Dunkel)
Änderungen V0.63 (12F629) / V0.63 (12F683):
         keine Änderung
V0.62 (12F629) / V0.62 (12F683):
         Optimierung beim Speichern ins EEprom u.a.
         Korrektur Mode-Umschaltung
V0.60 (12F629) / V0.60 (12F683):
         mit Hex_Manipu kann Mode-Umschaltung gesperrt werden
         mit Hex_Manipu ist Dumm-Mode möglich (kein Wiederherstellen des Abschalt-Zustandes)
V0.50 Variante für 12F683 hinzu
V0.44 Flackern reduziert
V0.43 sollte auch mit 12F675 funktionieren
V0.42 4 unabhängige Ausgänge
V0.40 Neon-Flackern startet immer dunkel
V0.39 Flackern bei max. Helligkeit reduziert
V0.38 Signalisierung Mode-Umschaltung über alle Ausgänge
V0.37 4 Modi, Helligkeitsstufen einstellbar
V0.32 erste Veröffentlichung

 
Neon-Effekt - DCC Firmware Download
Pixel
disk ProtokollDCC
Name 12F629/675:12f629_fdek_neon_dcc_063a.hex
12F683: 12f683_fdek_neon_dcc_063a.hex
VersionV0.63a vom 31.03.2015
ProzessorPIC 12F629/675 oder 12F683 (SW-Varianten beachten!)
ID-Value7xxx
Shop Bestell-Nummerpic629-007-d
vordefinierte
Adressen
Lok 1 - F1 (Ausgang 1 ein / aus)
Lok 1 - F2 (Ausgang 2 ein / aus)
Lok 1 - F3 (Ausgang 3 ein / aus)
Lok 1 - F4 (Ausgang 4 ein / aus)
Lok 1 - F5 (Hell / Dunkel)
Änderungen V0.63a (12F629) / V0.63a (12F683):
         im Dumm Mode wird mit Leuchtstufe HELL gestartet
V0.63 (12F629) / V0.63 (12F683):
         keine Änderung
V0.62 (12F629) / V0.62 (12F683):
         Optimierung beim Speichern ins EEprom u.a.
         Korrektur Mode-Umschaltung und Ansteuerung der fahrtrichtungsabhängigen Ausgänge
V0.60 (12F629) / V0.60 (12F683):
         mit Hex_Manipu kann Mode-Umschaltung gesperrt werden
         mit Hex_Manipu ist Dumm-Mode möglich (kein Wiederherstellen des Abschalt-Zustandes)
         Lern-Vorgang auch mit OpenDCC möglich
V0.50 Variante für 12F683 hinzu
V0.44 Flackern reduziert
V0.43 sollte auch mit 12F675 funktionieren
V0.42 4 unabhängige Ausgänge
V0.41 Korrektur Fahrtrichtungserkennung bei 128 Fahrstufen
V0.40 Neon-Flackern startet immer dunkel
V0.39 Flackern bei max. Helligkeit reduziert
V0.38 Signalisierung Mode-Umschaltung über alle Ausgänge
V0.37 4 Modi, Helligkeitsstufen einstellbar
V0.32 interne Umstrukturierung
V0.24 kennt jetzt lange DCC-Adressen, Einschaltverzögerung hinzu, 2. Mode mit fahrtrichtungsabhängiger Beleuchtung hinzu
V0.14 Adress-Learning verhindert speichern von mehreren aktiven Fs
V0.13 keine Abhängigkeit von FL mehr
V0.12 Check der Prüfsumme
V0.11 erste Veröffentlichung

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Variationsmöglichkeiten

Die PIC-Software "12f629_fdek_neon" bzw. "12f683_fdek_neon" besitzt die folgenden 4 Betriebsarten:
  1. Normale Betriebsart Neon: alle 4 Ausgänge werden mit dem Neon-Effekt ein- und ausgeschaltet. Die 4 Ausgänge flackern dabei unabhängig voneinander (es werden also quasi 4 Neonröhren simuliert)
  2. Steuerwagen: Die Ausgänge 3/4 sind fahrtrichtungsabhängige Ausgänge. Hier können daher ideal die Positionslampen weiß/rot eines Steuerwagens angeschlossen werden. Die fahrtrichtungsabhängigen Ausgänge reagieren auf die Lok-Nummer, die im Lernschritt 3 (Ausgang 3) angelernt wurde ohne Neon-Effekt. Die anderen beiden Ausgänge simulieren den Neon-Effekt beim Einschalten über die jeweilige F-Taste.
  3. Normale Betriebsart: wie 1) aber ohne Neon Effekt
  4. Steuerwagen: wie 2) aber ohne Neon Effekt
Um den Mode zu wechseln, wird während dem Start die Taste gedrückt gehalten. Der neue Mode wird dadurch umgeschaltet und dauerhaft gespeichert. Das Umschalten wird durch entsprechend häufiges Blinken der Ausgänge quittiert. In den Modi mit Steuerwagen-Funktion definiert die 3. gelernte Adresse die Lok-Nummer, mit der die fahrtrichtungsabhängigen Ausgänge (FL) eingeschaltet werden. Die 4. gelernte Adresse ist hingegen nicht von Bedeutung, da diese Ausgänge 3 und 4 dann für VORNE (V) und HINTEN (R) reserviert sind. Die Adresse wird dennoch im Lern-Modus abgefragt und kann hier dann beliebig vergeben werden.

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Adressen lernen (Address-Learning Funktion)

Sie könne also den Dekoder über mehrere Lokadressen einsetzen. Also z.B. kann der Ausgang 1 auf Lok 4 F3, der Ausgang 2 auf Lok 66 F11 reagieren. Dies ermöglicht es z.B. folgendes Szenario:
 
Ein Zug ist fest gekoppelt, die Lok 111 vorne. Nun erhält der Steuerwagen die Adresse 111 für das Spitzenlicht, sodass es parallel zur Lok-Fahrtrichtung umgeschaltet wird. Aber die Innenbeleuchtung wird auf die Lok 999 F1 gelegt. Und warum? Weil man bei Dunkelheit dann bei der Lok 999 die F1 einschalten kann, und der Zug mit der 111 und der Zug mit der 144 und der Triebwagen 628 schalten alle das Innenlicht ein (da bei allen Zügen das Innenlicht eben auf die Adresse 999 F1 gelegt wurde).
 
Um den F-Tasten die entsprechenden Ausgänge zuzuordnen, müssen keine CVs oder ähnliches programmiert werden und man braucht auch kein Programmier-Gleis. Das Vorgehen:
  1. Die Zentrale sollte zunächst möglichst keine Lok mit eingeschalteter Funktion bedienen. Dies ist am sichersten dadurch zu erreichen, dass man die Zentrale neu startet und danach keine Lok ansteuert und insbesondere auch keine Lok-Funktion einschaltet.
  2. Taster auf dem Dekoder drücken - die Ausgänge blinken (sollte natürlich etwas angeschlossen sein, was blinken kann)
  3. An der Zentrale die Lokadresse einstellen und die gewünschte Funktion einschalten. Es können hier die F-Tasten F1 bis F12 (sofern überhaupt vorhanden) verwendet werden
  4. Die Adresse ist jetzt gespeichert, aber die Funktion muss wieder ausgeschaltet werden! Bis dies geschehen ist, blinken die Ausgänge hektisch.
  5. Sobald die Funktion wieder abgeschaltet wird, geht das Blinken zum 2er Takt über
  6. Wieder Lokadresse einstellen (wenn es denn eine andere sein soll) und die Funktion betätigen (ein und aus!)
  7. Dito für die restlichen Adressen. Danach ist der Lern-Modus automatisch beendet.
Die Adressen können auch mit dem HEX-Manipulator konfiguriert werden:
 
arrow Hex_Manipu - Manipulieren des HEX-Files
 
Die Zuordnungen der Ausgänge können beliebig angepasst werden. Es ist nicht nötig, jeden Ausgang mit einer eigenen F-Taste zu schalten, es dürfen auch mehrere Ausgänge auf dieselbe Adresse gelegt werden.
 
Im Motorola-Format haben Ausgang 3 und 4 in der Voreinstellung dieselbe Adresse bekommen. Da das Motorola-Protokoll nur 4 Funktionen je Lok unterstützt, können so alle Funktionen zunächst über die F-Tasten der Lok 1 geschaltet werden und später dann entsprechend angepasst werden.
 
In den Modi mit Steuerwagen-Funktion definiert die 3. gelernte Adresse die Lok-Nummer, mit der die fahrtrichtungsabhängigen Ausgänge (FL) eingeschaltet werden. Die 4 gelernte Adresse ist hingegen nicht von Bedeutung, da diese Ausgänge 3 und 4 dann für VORNE (V) und HINTEN (R) reserviert sind. Die Adresse wird dennoch im Lern-Modus abgefragt und kann hier dann beliebig vergeben werden.
 
Ein Beispiel:
 
Adressen lernen:
  1. Lernschritt: Ausgang 1 hat die Adresse Lok#7, F1 bekommen
  2. Lernschritt: Ausgang 2 hat die Adresse Lok#7, F2 bekommen
  3. Lernschritt: Ausgang 3 hat die Adresse Lok#8, F1 bekommen
  4. Lernschritt: Ausgang 4 hat die Adresse Lok#9, F3 bekommen
  5. Lernschritt: Umschaltung HELL / DUNKEL Adresse Lok#7, F4 bekommen
wechselt man jetzt in den Mode Steuerwagen, dann gilt:
  1. Ausgang 1 reagiert auf die Adresse Lok#7, F1
  2. Ausgang 2 reagiert auf die Adresse Lok#7, F2
  3. Ausgang 3 reagiert auf die Adresse Lok#8, FL-Vorne
  4. Ausgang 4 reagiert auf die Adresse Lok#8, FL-Hinten
  5. Umschalten HELL / DUNKEL via Lok#7, F4

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Parameter ändern

Verschiedene Parameter können auch dem HEX-Manipulator konfiguriert werden:
 
arrow Hex_Manipu - Manipulieren des HEX-Files
 
Hex Manipulator

 

Einschalt-Verzögerung

Das Einschalten kann mit einer Verzögerung versehen werden. Der Sinn dahinter: Wird eine bei einer Zuggarnitur die Beleuchtung eingeschaltet, so passiert dies nicht plötzlich. Die Beleuchtung wird waggonweise dazugeschaltet, vermutlich um einen hohen Einschalt-Strom zu vermeiden (d.h. der Zug wird nicht komplett, sondern Waggon nach Waggon nacheinander eingeschaltet - so als ob ein Schaffner da durch den Zug läuft und das Licht einknipst. Tut er aber nicht).
Dies kann man nun mit der Einschaltverzögerung gut simulieren, ohne dass man für jeden Waggon eine eigene Adresse benötigt. Alle Beleuchtungen werden auf dieselbe Adresse gelegt, die Abschaltverzögerung wird z.B. im 0.5 sec. Abstand für jeden Waggon vergrößert. Schon sollten alle Waggons auf die eine Adresse reagieren, nur eben mit der individuellen Verzögerung. Damit das ganze vorbildgerecht aussieht, müssen allerdings die Waggons in der richtigen Reihenfolge in den Zugverband eingestellt werden...
Die Einschaltverzögerung ist normalerweise abgeschaltet (d.h. sie steht auf "0"), wer keine haben möchte, muss also hier auch nicht aktiv werden. Die fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung wird immer ohne Verzögerung geschaltet. Zudem ist die Verzögerung nur dann aktiv, wenn noch kein Ausgang eingeschaltet ist (also wenn alle Ausgänge DUNKEL sind). Alle weiteren Ausgänge werden dann ohne Verzögerung dazu geschaltet.

Beleuchtungsstufen

Die Helligkeit kann ebenfalls über den Manipulator eingestellt werden.

Betriebs-Modi

Die unter Variations-Möglichkeiten vorgestellten Betrieb-Modi können hier ausgewählt und die Umschaltung gesperrt werden. Die Sperrung ist dann sinnvoll, wenn man den nötigen Betriebs-Modus bereits festlegen und daher mögliche Verwirrung durch einen falschen Modus ausschließen möchte. Ist die Sperrung aktiviert, so kann der Mode nicht mehr durch "Taste bei Start" gewechselt werden.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen "Dumm-Mode" zu aktivieren. Der Zustand der Ausgänge wird dann beim Einschalten nicht mehr wieder hergestellt, sondern der Dekoder startet immer mit abgeschalteten Ausgängen. Aber bedenken Sie dabei: schalten Sie die Zentrale auf "Stop" und wieder auf "Go", dann werden Sie den "Dumm-Mode" nicht sehen - die Zentrale legt nämlich dann sofort die alten F-Befehle wieder auf das Gleis. Nur bei einem RESET der Zentrale oder beim echten Einschalten der Anlage macht sich daher der "Dumm-Mode" bemerkbar.

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