Sand-Ei reagiert analog nur manchmal

Link zum Projekt Sand: http://www.digital-bahn.de/bau_servo/sand.htm
Link zum Projekt Sand-Ei: http://www.digital-bahn.de/bau_servo/sandei.htm
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Christoph Stadter
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Sand-Ei reagiert analog nur manchmal

Beitrag von Christoph Stadter » Di 29. Dez 2015, 19:02

Hallo in die Runde,

mein Problem ist ein wenig artverwandt mit dem letzten Thread in diesem Unterforum, aber im Detail dann doch anders.
Kurz zusammengefasst: Mein SanD-Ei reagiert manchmal nicht auf die analogen Eingänge, manchmal schon. Das Verhalten ist nicht eindeutig reproduzierbar. Bei digitaler Ansteuerung ist alles gut.

Einsatzhintergrund:
Ich habe mir ein SanD-Ei V 1.3 testweise gebaut. Eigentlich soll daraus eine größere Serie werden, um eine Reihe Formsignale sowohl digital als auch analog ansteuern zu können. Die Signale stecken in Wattenscheider-Schächten für FREMO-Betrieb, sodass die kleine Platine wunderbar hineinpasst. Nur bei dreibegriffigen Signalen wird es etwas eng...

Im Digitalbetrieb wird nur der DCC-Eingang beschalten; die analogen Eingänge sind tot.

Im Analogbetrieb liegen ca. 12V DC am DCC-Eingang an. Vom Stellpult her kommt zudem ein dritter Pol, der immer dann eine negative Dauerspannung führt, wenn das Signal Fahrt zeigen soll. Weil meine Signalansteuerung grundsätzlich mit negativen Schaltimpulsen arbeitet, die analogen Eingänge SW3/SW4 aber positive Impulse brauchen, habe ich noch eine monostabiles Mini-Relais in den Schacht eingebaut, welches beim Anlegen des negativen Fahrt-Signals den Eingang von SW3 auf SW4 umschaltet. Auf die Eingänge gerät also kein Tastimpuls im Wortsinne, sondern es ist permanent einer der beiden Eingänge unter Spannung.

Ich habe allerdings die Tastermassenicht vom Sand-Ei abgegriffen (mittlerer Pol von X5), sondern aus Gründen der Schaltungsvereinfachung direkt den Minuspol der DC-Spannungsversorgung dazu eingesetzt und über einen 1K-Widerstand geleitet. Wenn ich den Schaltungsplan richtig interpretiere, läuft das auf der Platine auch so, nur mit 4,7K. Dieses Format war gerade nicht zur Hand; hier war ich einfach mal so mutig und korrigiere das später noch.

Das Hex-File habe ich bislang nicht verändert - mir liegt im Moment noch gar kein Programmer vor. Die Software ist also original aus dem Shop. Die Endlagen hatte ich mit der Justage-Platine eingestellt.

Fehlerbeschreibung:
Der Digitalbetrieb funktioniert reibungslos. Der Analogbetrieb reagiert das Servo nicht immer, aber manchmal dann doch. Manchmal hat einfach 1-2 Minuten Warten geholfen ("Vorführeffekt"). Im Testeinsatz auf dem FREMO-Treffen bewegte sich dagegen auch über Stunden nichts, obwohl das Relais hörbar schaltete. Mehrfache Trennung der Spannungsversorgung änderte daran nichts. Nach einer Neuprogrammierung der DCC-Adresse daheim funktionierte die analoge Ansteuerung dann wieder.

Grundsätzlich reagiert die Software nie auf den bereits im Moment des Ansteckens der Stromversorgung anliegenden "Tastimpuls", d.h. wenn das Signal auf Halt steht, das Stellpult aber auf Fahrt, stellt sich das Signal nicht sofort um. Dazu muss erst das Stellpult auf Halt und dann erneut auf Fahrt gestellt werden. Das ist aber kein Problem; beim Neuaufbau der Modulanlage darf ruhig ein paar Mal am Signal herumgespielt werden. Nur müsste es dann eben später zuverlässig reagieren.

Frage / Vermutung
Könnte es sein, dass die Dauerspannung auf den Tastereingängen das Problem verursacht? Das wäre für meine sehr platzbeengte Ansteuerung natürlich Mist...
Könnte es sein, dass das Problem nur beim Hochfahren der Software vorliegt, d.h. das die Software durcheinander kommt, wenn gleichzeitig mit dem Einschalten der Spannungsversorgung bereits ein "Tastimpuls" eingeht?

Wenn ja, ließe sich an den Problemen etwas durch Programmierung ändern?

Vielen Dank für Hilfe!

Beste Grüße aus Dresden
Christoph


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