Diodentrick bei Mäklin Drehscheibe

Forum für den "neuen" Drehscheiben-Dekoder DSD2010
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Sven
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Re: Diodentrick bei Mäklin Drehscheibe

Beitrag von Sven » Mi 26. Feb 2025, 21:00

Hi
Uwe hat geschrieben: Di 25. Feb 2025, 09:33 Ich wollte diese mal gegen eine 1N4148 tauschen. Meinst Du, das wird helfen?
ich denke fast das sollte gehen. Die kann zwar nur 400mA - aber das ist für aktuelle Lok-Modelle auch OK. Bei älteren Modellen kann es mal kritisch werden (insbesondere bei verdrecktem Motor). Ich weiß, ich habe gerade geschrieben, dass es 1A sein soll... Wäre ja blöd, wenn ich in der Anleitung schreibe die 4148 ist OK und dann wird die bestellt und nach dem Einbau raucht die ab. Also wer die Dioden bestellen will: 1A. Wer ne 4148 liegen hat, kann die verwenden - vorübergehend als "dauerhaftes Provisorium".

Sven

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Re: Diodentrick bei Mäklin Drehscheibe

Beitrag von Uwe » Do 27. Feb 2025, 09:15

Hallo Sven,

ich wollte die 4148 eigentlich nur für den Mittelleiter verwenden.

Die drei Dioden für die Meldeabschnitte sind aktuell bei mir "MUR460 Gleichrichterdiode 4A 600V Axial DO-27 4 Ampere 600 Volt Elektronische Fast Recovery Dioden". Die ist für die Bühne sicher überdimensioniert, aber das sind die, die ich auch für die Strecke verwende.

Ich habe gestern die 4148 bekommen und baue die dann ein. Ich melde mich dann wieder, wenn sie drin ist.

Beste Grüße
Uwe

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Re: Diodentrick bei Mäklin Drehscheibe

Beitrag von Uwe » Do 27. Feb 2025, 16:59

Hallo Sven,

ich habe jetzt die 1N4148 für die Mittelleiterzuleitung eingebaut, und siehe da, es funktionert.

Jetzt habe ich nur noch das Problem, dass das Bühnengleis nicht an jedem Anschlusspunkt in der Höhe fluchtet. Das sieht dann ziemlich rumplig aus, wenn die Lok da drüber fährt. Aber das ist kein DSD2010 Thema.

Beste Grüße
Uwe

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Re: Diodentrick bei Mäklin Drehscheibe

Beitrag von Uwe » Fr 28. Feb 2025, 15:18

Hallo Sven,

noch eine Bemerkung zur Dimensionierung der Dioden zu den Meldeabschnitten. Du schreibst, dass sie den Strom aushalten müssen, den eine Lok zieht, in Deinem Beispiel sollte demnach 1A ausreichen. Wenn ich aber in andere Foren schaue, die sich mit dem "Diodentrick" befassen, wird dort die Dimensionierung nicht am Lokstrom sondern an einem eventuellen Kurzschlussstrom festgemacht. Jeder halbwegs vernünftig aufgebaute Booster wird im Kurzschlussfall natürlich abschalten, dafür benötigt er jedoch etwas Zeit, so dass dann durchaus je nach Boostertyp kurzzeitig 4A oder mehr fließen können. Ist das in Deinen Betrachtungen berücksichtigt, oder hast Du da generell eine andere Sicht auf die Dinge?

Beste Grüße
Uwe

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Re: Diodentrick bei Mäklin Drehscheibe

Beitrag von Sven » Fr 28. Feb 2025, 23:22

Hallo,

ja, da gehen wir jetzt sehr ins Detail.

Natürlich ist der Kurzschluss-Strom zu berücksichtigen, keine Frage. Allerdings ist der Lokstrom ja der Normal-Fall und kann somit dauerhaft auftreten. Beim Kurzschluss-Strom wird die Betrachtung schwierig, denn welcher Strom fließt denn im Kurzschluss-Fall nun wirklich? Der Nenn-Strom? Wenn jemand sagt, der Kurzschluss-Strom an einem 4A Booster sind 4A, dann glaube ich das zunächst einmal nicht bis das Gegenteil bewiesen wird.

Natürlich kann man auch größere Dioden nehmen, um sicher zugehen. Die 1N4937 könnte aber kurzzeitig auch deutlich mehr (30A für 8ms, 10A für 160ms, ca. 4A für 800ms)

Aber, um es für die Bühne klarzustellen: der DSD hat für den Fahrstrom eine rückstellende Sicherung von 900mA (auf der Gruben-Platine), z.B. um das Kehrschleifenrelais gegen hohe Ströme bei Kurzschluss zu schützen. Und nun müssten wir noch die Auslöse-Charakteristik der Sicherung betrachten, um die Betrachtung rund zu machen :ugeek:

Ach und nocheins: Die Diode muss gar nicht den Kurzschluss-Strom komplett aushalten können, da durch die Diode nur eine Halbwelle des Stromes läuft (die andere Halbwelle sperrt die Diode ja). Also 1/2 Kurzschluss-Strom die der Booster leisten kann für die garantierte Abschaltzeit des Boosters - das muss die Diode im Kurzschluss-Fall aushalten.

Sven

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Re: Diodentrick bei Mäklin Drehscheibe

Beitrag von papat400 » Mo 8. Dez 2025, 10:55

Hallo,

ich nehme an, dass ein UF4003 den 1N4937 problemlos ersetzen kann?
Seine Eigenschaften sind wie folgt:
  • VRRM = 200 V
  • IF(AV) = 1 A
  • IFSM = 30A
  • trr = 50 ns
  • IR = 10 µA
Der bedeutendste Unterschied (abgesehen von VRRM) scheint mir IR zu sein, 1 bis 5 µA für den 1N4937 und 10 µA für den UF4003.

[EDIT] : Hat niemand eine Meinung zum UF4003?

Vielen Dank,
Thierry.
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Re: Diodentrick bei Mäklin Drehscheibe

Beitrag von papat400 » Mo 23. Feb 2026, 16:08

Hallo zusammen,
ich nehme an, dass ein UF4003 den 1N4937 problemlos ersetzen kann?
ich antworte mir selbst ... vielleicht kann das auch anderen helfen!

Ich habe die Schaltung mit 3 UF4003-Dioden und 1 1N4148 aufgebaut: sie funktioniert einwandfrei. Super!

Viele Grüße,
Thierry.
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