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Erfahrungen mit Roco 69750 (IORE Doppellok)

IORE Doppellok
 
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Roco brachte 2001 die IORE-Doppellok der LKAB (Schweden) heraus. Diese Lok wurde (beim Vorbild natürlich..) von Adtranz gebaut. Es handelt sich momentan um die leistungsstärkste E-Lok.
Diese Faktoren bewegten mich dann auch, Weihnachten 2001 mir dieses Exemplar zuzulegen. Nun wollte ich doch mal sehen, wie gut denn inzwischen die Roco-Loks für das Märklin-System geworden sind, nachdem meine letzten Roco-Erfahrungen mit dem TEE-Triebzug durchaus positiv waren (und bis heute sind).
Um es gleich vorweg zu sagen: Es gab doch irgendwie eine ganze Menge Probleme mit der Lok. Das fing schon mit dem Herausnehmen aus der Verpackung an. Die Styropor-Einlage in dem Präsentations-Karton war dermassen eng, dass ich mir Sorgen machen musste (denn immerhin sind die DC-Loks ja aus Plastik..). Vielleicht hat man bei Roco nicht damit gerechnet, dass die Lok aus dem Karton geholt wird?
Nun, irgendwann stand sie dann auf der Anlage. Eigentlich waren es noch zwei Stücke, denn das Zusammenkuppeln erwies sich als neues Abenteuer. Aus jeder Lok schaute ein Stück flexible Leiterbahn heraus, und dass sollte nun alles in einen kleinen Lokverbinder gestöpselt werden. Irgendwann stand sie dann als ein Stück auf der Anlage und ich konnte die Knack-Geräusche, die mich beim Verkuppeln beunruhigten, während einer Proberunde vergessen.
Mit einem extra Bestellschein konnte man dann einen Sound-Dekoder bestellen, der mit den Original-Geräuschen bestückt ist. Als dieser dann eintraf, war es dann soweit: Das Lokgehäuse sollte geöffnet werden. Das ging auch relativ einfach, nachdem etwas abgebrochen ist (hier: der Lichtleiter). Okay, also Dekoder tauschen und Probefahrt. Lief auch alles ganz gut, der Sound flog mir um die Ohren. Nur die Beleuchtung funktionierte nicht, denn ich hatte nur die Lok 1 auf das Gleis gestellt und den Lokverbinder an der Lok gelassen. Schade, denn dadurch zerlegen sich die Schalttransistoren. Erst jetzt verstand ich die Warnung auf einem (der vielen) beigelegten Zetteln richtig. Na gut, dann eben noch die Transistoren auswechseln, und nun läufts? Nicht ganz. Inzwischen tritt das folgende Problem auf: In der Gleiswendel (nicht sehr steil, 5%, grosser Radius) scheint dieser Lokverbinder so seine Kontaktprobleme zu haben. Kriegt der vordere Motor nun kein Saft mehr, schiebt der hintere um so kräftiger dagegen. Der Lokverbinder wird noch stärker gestaucht, und damit kriegt man die Lok dann gar nicht mehr in Gang.
Zum Sound: Mann sollte von einer E-Lok sicherlich keinen aufregenden Sound erwarten. Dann wird man auch nicht enttäuscht. Wirklich hörenswert ist jedoch das Bremsenquitschen. Diese hohen Frequenzen sind ja für die kleinen Lautsprecher auch sehr geeignet.

Fazit: Der Lokverbinder ist die Schwachstelle der ganzen Lok. Fast alle Probleme gehen auf ihn zurück. Bei unüberlegtem Einsatz kann sogar der Dekoder zerstört werden.


 
Der Lokverbinder ist die Schwachstelle

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