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Zugerkennung über Strom-Sensoren

Diese Module reagieren wie ein Strom-Sensor: Ein Stromfluss führt zu einer Besetztmeldung. Und hier liegt gerade das Problem, denn ein (unbeleuchteter) Waggon führt nun einmal zu keinem Stromfluss und wird daher auch nicht erkannt. Um dies zu vermeiden, versucht man dann, über die Achsen einen Erkennungs-Strom fliessen zu lassen: Ein kleiner Widerstand verbindet die ansonsten isolierten Achsen. Da mindestens 1 mA über die Achse fliessen muss, kann man sich dann ausrechnen, wie gross der gesamte Strom ist, der über die Achsen auf der Anlage verteilten Wagen fliesst und in nutzlose Wärme umgewandelt wird. Märklin-Bahner mit dem 3-Leiter-System kommen jedoch mit dieser Lösung überhaupt nicht weiter, denn sie müssten ja auch noch einen Schleifer unter jeden Waggon montieren...
 
Inzwischen habe ich ein für mein Rückmelde-System eigenes Strom-Sensor Modul gebaut: arrow SMS88-N
 
Auch hier wieder die Vor- und Nachteile:
+Linienförmige Zugerfassung, also Überwachung ganzer Gleisabschnitte möglich
+Rückmeldestellen (bis auf die Schienenstösse) unsichtbar
 
-Nur Erkennung von Stromverbrauchern (Loks und evtl. Wagen mit Beleuchtung)
-Für Märklin ungeeignet, da ein Schleifer unter jedem Waggon notwendig wäre
-Bei 2-Leiter-Systemen muss eine Schiene aufgetrennt werden, es entstehen somit Schienenstöße
-Bei 2-Leiter-Systemen kann durch Umbau der Waggons einen Stromfluss über die Achsen hervorrufen werden, was jedoch zu einer grossen Verlustleistung führen kann (Abhängig von der Sense-Strom-Schwelle)
-Bei abgeschalteter Fahrspannung (z.B. im Kurzschluss-Fall) gibt es auch keine Rückmeldung
Links
Pixel
arrow LDT: Rückmeldemodul RM-GB-8
arrow Viessmann: Rückmeldemodul mit Gleisbesetztmelder 5233
arrow Uhlenbrock: Loconet-Modul 63 340
arrow Blücher Elektronik: Gleisbesetztmelder GBM16XN

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